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Schuch, Carl attr.
1846 Wien - 1903 ebd.
Birkenallee in der Abenddämmerung.
Öl auf Holz, auf weitere Holztafel kaschiert, teilparkettiert. U.r. «Paris ’84» dat. sowie bez. «K Schuch», «pinx» und «quod testat K Hagemeister» (eingeritzt). Verso von fremder Hand «45/18263aRET» num. sowie auf einem gedruckten Etikett der Galerie Heinemann, München, handschriftlich «18263a» num. und gestempelt «Foto».
H. 35, B. 26,5 cm (Bildträger). Prunkrahmen.
Aus den Geschäftsunterlagen der Galerie Heinemann, München, geht hervor, dass das vorliegende Gemälde ursprünglich die Rückseite eines Stilllebens von Karl Hagemeister (1848 - 1933) war und dass die Tafel nach dem Erwerb aus der Berliner Sammlung Kern durch Sägen geteilt wurde. Die getrennten, dünnen Tafelhälften wurden auf neue Trägerplatten kaschiert. Bei dem ehemals verbundenen Recto handelt es sich um ein Stillleben, das einen Ingwertopf, eine Silbertasse und Früchte darstellt und heute im Bröhan-Museum, Berlin, mit der Inventarnr. 86-067 aufbewahrt wird.
Es wäre zwar außergewöhnlich, aber nicht verwunderlich, wenn sich die Malerfreunde Karl Hagemeister und Carl Schuch während eines gemeinsamen Parisaufenthaltes 1884 einen Bildträger teilten. Da beide Künstler in einem engen fruchtbaren Austausch standen und sich gegenseitig beschulten, könnte man sich vorstellen, dass auf einem ihrer Streifzüge plötzlich kein einziger freier Bildträger mehr verfügbar war und Carl Schuch flugs, um dem Freund zu zeigen, wie er jene Stimmung in der Allee am besten einfängt, zur Rückseite von Hagemeisters Gemälde griff. Ob es sich so spontan abgespielt hat, oder ob sich auf dieser getrennten Tafel ein von langer Hand geplanter künstlerischer Wettstreit abspielt, wird wohl für immer ein Geheimnis bleiben.
Aktenvermerk: Dr. Roland Dorn, Carl Schuch Gesellschaft e.V., Wiesbaden, 15.09.2021.
Wir danken Herrn Dr. Roland Dorn, Carl Schuch Gesellschaft e.V., Wiesbaden, für die wissenschaftliche Beratung, anhand des Originals.
Provenienz: Sammlung Guido Josef Kern (1878 - 1953), Berlin-Halensee; durch Verkauf am 09.11.1926 übergegangen in den Besitz der Galerie Heinemann, München; am 10.10.1928 aus dem Galeriefundus ausgebucht und somit in die Privatsammlung des Inhabers, Theobald Heinemann, übergegangen; Privatsammlung München.

Zustandsbericht  


 

Zuschlag: 10000,- EUR
(Limit: 2000,- EUR)