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3297
Spitzweg, Carl
1808 München - 1885 ebd.
Stehender männlicher Akt, Speerwerfer.
Um 1831 - 1835. Bleistift auf Papier. U.r. Nachlassstempel (Rhombusstempel und Stempelsignatur, Lugt 2307) und wohl von fremder Hand bez. «N 57 C». Verso auf dem Passepartout auf einem Sammlungsetikett typographisch bet., bez. «Carl Spitzweg, 1808 - 1885» und «281a - 2 - 57» num.
H. 36,4, B. 23,2 cm (Blattgröße). Ungerahmt.
«Spitzweg deutet die Schlagschatten der Figur am Boden an. Es ist jene optische Verselbständigung, denn dem aktiven Blick des Zeichners folgt die aktivierte Linie, die nun silhouettenhaft die Gestalt hervorhebt. Dennoch ist das Volumen des Körpers bis in alle Einzelheiten gewahrt. [...] Spitzweg bemüht sich um eine Verfeinerung der Klarheit im anatomischen Aufbau. Der vermehrte Wechsel von Eindrücken durch filigran gegebene Kleinstformen wird vom Zeichner Spitzweg bevorzugt. Die lineare Schärfung der Typik und die damit gegebene Abhebung dieser von der Hintergrundfolie fällt in den männlichen Aktdarstellungen auf.» aus: Siegfried Wichmann, Spitzweg, Die frühesten Spitzwegbilder, Reihe für vergleichende und angewandte Kunstgeschichte (R.f.v.u.a.K.), ohne Nummer, Lipp Verlag München o.J., S. 17.
«Aus dem Œuvre von Spitzweg sind etliche Aktzeichnungen bekannt, sie wurden zum Teil sogar mit dem Namen des dargestellten versehen. Die meisten dieser Aktzeichnungen sind zwischen 1831 - 1835 entstanden.» (Detlef Rosenberger, Oberostendorf, 01.06.2020).
Stellungnahme: Detlef Rosenberger, Oberostendorf, 01.06.2020.
Wir danken Herrn Detlef Rosenberger, Oberostendorf, für die wissenschaftliche Beratung, anhand des Originals.
Provenienz: Sammlung Emil Keck Inventarnr. 281a - 2 - 57; Nachlass Curt Edgar Schreiber, ehemaliger Geschäftsführer der Uhrenfabrik Mauthe, Schwenningen, und Nachfolge.
Werkverzeichnis: Das Werk ist in dem in Bearbeitung befindlichen digitalen Werkverzeichnis von Detlef Rosenberger aufgeführt.

Zustandsbericht  


 

Zuschlag: 750,- EUR
(Limit: 750,- EUR)