© 2004-2020 Auktionshaus Kaupp GmbH   Impressum   Datenschutzerklärung E-Mail            Telefon +49 (0) 76 34 / 50 38 0

Freiverkauf


Auswahl
Suche
Wahl der Kriterien
Begriffe:
Treffer sortieren nach:
  Nur Lots aus dem Freiverkauf
Suchanfrage absenden 
Merkzettel
spacer spacer spacer

Sie haben keine Objekte zur Bestellung im Freiverkauf vermerkt.

1. Übernehmen Sie ein Objekt zum Limitpreis in Ihren Merkzettel, indem Sie «Bestellen» klicken. Sie können beliebig viele Objekte aufnehmen.

2. Im Merkzettel können Sie jedes einzelne Objekt nochmals aufrufen oder löschen.

3. Zum Abschluss Ihrer virtuellen Besichtigung ergänzen Sie Ihre persönlichen Angaben und übertragen alle Bestellungen.

4. Wir bestätigen Ihre Bestellung per E-Mail. Dann gilt Ihre Bestellung vorbehaltlich Verfügbarkeit als rechtsverbindlich.


 

Winterauktionen 20.–21.11.2020

Ergebnis Ihrer Suche

Treffer: 3/39 zurück Navigation left | Übersicht Navigation top | weiter Navigation right | Empfehlen email 

Translation by google

translatetranslatetranslatetranslatetranslate

lotimage

popup

Hauptansicht
 

2149
Muter (Mutermilch), Mela (Maria Melania)
1876 Warschau - 1967 Paris.
Recto. «Buchtlandschaft». Blick auf Villeneuve-lès-Avignon.
1940er Jahre. Öl auf Leinwand. Frühschwundrisse, vereinzelt Farbverluste.
H. 49, B. 63 cm.
Verso. Sommerstrauß auf Tageszeitung.
1940er Jahre. Öl auf Leinwand. U.l. sign. und u.r. in der Darstellung auf einem gedruckten Etikett der Galerie Gmurzynska, Köln, handschriftlich bez. «M. Muter» und «66 x 51».
H. 63, B. 49 cm.
Während des Katalogisierungsprozesses wurde das Werk von seinem Keilrahmen gelöst und die übermalte Rückseite der Leinwand fachmännisch freigelegt. Dabei kam das Blumenstillleben zum Vorschein. Das Etikett der Galerie Gmurzynska, das sich noch auf dieser Seite befindet, wurde belassen. Im Zuge der Freilegung des Gemäldes auf der Rückseite wurde auch die Vorderseite fachmännisch gereinigt und neu gefirnisst.
Auf dem gelösten Keilrahmen befindet sich ein weiteres gedrucktes Etikett der Galerie Gmurzynska, Köln, mit den handschriftlichen, teils schlecht leserlichen Angaben zum Werk. Auf einem ebenfalls auf dem Keilrahmen befindlichen, gedruckten Etikett der Galerie Bargera, Köln, handschriftlich dat., bet., «No 39» num. sowie bez. mit den Angaben zu Werk und Künstlerin.
Bei der Galerie Bargera handelt es sich um einen alternativen Namen der Galerie Gmurzynska. Kenda Bargera und Antonina Gmurzynska gründeten gemeinsam 1964 in Köln eine Galerie, aus der die bis heute existierende Galerie Gmurzynska hervorging.
Die aus Warschau stammende Mela Muter schrieb sich nach ihrem Umzug nach Paris 1901 an mehreren privaten Kunstschulen ein, doch verlor sie schnell das Interesse an einer akademischen Ausbildung und entwickelte als Autodidaktin ihren ganz eigenen Stil, indem sie sich von ihren Vorbildern Vincent van Gogh oder den Malern der Schule von Pont-Aven leiten ließ. Vielleicht auch wegen ihrer illustren Bekanntschaften in den Pariser Intellektuellenzirkeln erlangte sie schon nach kurzer Zeit einen exzellenten Ruf als Porträt- und Landschaftsmalerin und zeigte ihre Werke auf zahlreichen Ausstellungen in Frankreich und in ihrer Heimat. Durch ihre jüdisch-polnische Herkunft geriet sie in das Visier der Nationalsozialisten, die ab 1940 Frankreich besetzten, weshalb sie ihren Lebensmittelpunkt Paris gegen einen Rückzugsort bei Avignon eintauschte. Wie unzählige ihrer Werke zeigt auch das vorliegende Gemälde eine Partie der südfranzösischen Papststadt, nämlich den Blick auf den Tour Philippe-le-Bel und auf das Fort Saint-André in Villeneuve-lès-Avignon. Das Stillleben auf der Rückseite zeigt ein farbenfrohes Feuerwerk typischer Sommerblumen, wie Margeriten, Schmuckkörbchen und Zinnien. Diese sind in einer gelblichen Kugelvase arrangiert, die wiederum auf einer schwungvoll drapierten Tageszeitung steht. Als sie in Avignon lebte, bemalte Mela Muter oft beide Seiten einer Leinwand, da zu jener Zeit ihre finanziellen Mittel für Materialien begrenzt waren.
Echtheitsbestätigung: Wir danken Frau Urszula Lazowski, Kingston, Massachusetts, für die Bestätigung der Echtheit via E-Mail, anhand von Photos, 14.09.2020.
Provenienz: Privatbesitz Wiesbaden.
Literatur: Galerie Gmurzynska, Mela Muter, Retrospektiv-Ausstellung, Köln 1967, Kat.Nr. 13 (vgl.).

english Muter (Mutermilch), Mela (Maria Melania)
1876 Warsaw - 1967 Paris.
Recto. «Buchtlandschaft (bay landscape)». View of Villeneuve-lès-Avignon.
1940s. Oil on canvas. White shrinking cracks, isolated paint loss.
H 49, W 63 cm.
Verso. Summer bouquet on a daily newspaper.
1940s. Oil on canvas. Signed lower right and in the depiction lower right on a printed label of the Galerie Gmurzynska, Cologne, handwritten inscribed «M. Muter» and «66 x 51».
H 63, W 49 cm.
During the cataloging process, the work was detached from its stretcher and the excess layer of paint on the back of the canvas was professionally removed. In the process, the flower still life came to light. The label of the Gmurzynska Gallery was left on the back. In the course of exposing the painting on the back, the front has been professionally cleaned and is newly varnished.
Another printed label of the Galerie Gmurzynska, Cologne, with the handwritten rather badly legible work’s data is on the detached stretcher. A separate printed label of the Galerie Bargera, Cologne, again on the stretcher, is handwritten dated, titled, numbered «No 39» as well as inscribed with the work’s and the artist’s data.
Galerie Bargera is an alternative name of the Galerie Gmurzynska. Kenda Bargera and Antonina Gmurzynska jointly founded an art gallery in Cologne in 1964, from which the Galerie Gmurzynska, which still exists today, emerged.
Mela Muter, who was born in Warsaw, enrolled at several private art schools after moving to Paris in 1901. But she soon lost interest in academic education and developed her style as an autodidact, which was inspired by her role models Vincent van Gogh and the painters of the Pont-Aven school. Perhaps because of her illustrious acquaintances in the Parisian intellectual circles, she soon gained an excellent reputation as a portrait and landscape painter and showed her works at numerous exhibitions in France and her home country. Due to her Jewish-Polish origin, she became a target of the National Socialists, who occupied France from 1940 onwards, which is why she swapped her life in Paris for a discreet retreat near Avignon. Like countless of her works, the present painting shows part of the papal city in the South of France, namely the view of the Tour Philippe-le-Bel and the Fort Saint-André in Villeneuve-lès-Avignon. The still life on the back shows colourful fireworks of typical summer flowers, such as daisies, garden cosmos and zinnias. The flowers are arranged in a yellowish spherical vase, which is placed on a daily newspaper that is draped in a sweeping manner. When she lived in Avignon, Mela Muter often painted both sides of a canvas, as her financial means for supplies were limited at that time.
Authentication: We would like to thank Ms Urszula Lazwoski, Kingston, Massachusetts, for the authentication via E-Mail, based on photos, 14.09.2020.
Provenance: private possession Wiesbaden.
Literature: Galerie Gmurzynska, Mela Muter, Retrospektiv-Ausstellung, Cologne 1967, No. 13 (cf.).
 

Zuschlag: 35000,- EUR
(Limit: 8000,- EUR)